Description:Q141

From NFDI4Culture Data Enrichment
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Die Jagd auf Enten, die auf diesem Gemälde und auf seinem Pendant dargestellt ist, gehört biologisch zur Jagd auf Vögel, die bereits auf den quadratischen Bildern abgehandelt wurde. Allerdings werden die Enten nicht mit Flinten geschossen, wie es im Zyklus der Vögel gezeigt wurde (Q1), sondern mit Reusen und anderen Hilfsmitteln auf dem Wasser gefangen. Dies kommt technisch dem Fischfang nahe und rechtfertigte vermutlich ihre Darstellung innerhalb des Zyklus zum Fischfang.

Dargestellt ist der Entenfang als höfisches Ereignis. Am Ufer steht ein dreigeschossiges Steinhaus in modernsten Renaissanceformen. Von einer Loggia im obersten Stockwerk schaut eine höfische Gesellschaft auf den Teich zu ihren Füßen. Dort treiben unbekleidete Männer mit Hut mittels Stöcken einen Fischotter vor sich her, der wiederum eine ganze Flotte von Enten vor sich hertreibt. Ziel ist ein am Ufer eigens eingerichteter Verbau aus Schilf, in dem die Enten in Käfigen enden werden. Im Vordergrund am rechten Bildrand wohnt dem Geschehen ein prächtig gekleidetes Paar mit Hund bei. Es handelt sich vermutlich um Graf Wolfgang und seine Gemahlin Magdalena von Nassau-Katzenelnbogen.[1] Insbesondere die Gräfin mit porträthaften Gesichtszügen ist sehr schön gekleidet.

[1] Käpplinger, Auf’s Schönste, 2019, S. 197.